British Virgin Islands

Die Britischen Jungferninseln, ein kleines Stück Paradies. Für mich entspricht die kleine Bucht, in der wir uns gerade befinden (Benures Bay), wenn ich diesen Beitrag schreibe, dem Klischee, das ich mir von der Karibik gemacht habe: 3 Segelboote in einer Bucht mit transparentem, türkisfarbenem Wasser, viele Fische, eine Schildkröte, die in Ufernähe schwimmt, das Zwitschern der Vögel und das Plätschern der Wellen.

Die erste Station auf den Britischen Jungferninseln war Spanish Town auf der Insel Virgin Gorda, wo wir die Zollformalitäten erledigten. Die durch den Hurrikan verursachten Schäden sind immer noch überall sichtbar, die Hafenanlagen und die Marina sind immer noch in sehr schlechtem Zustand, aber die Preise sind immer noch dieselben (50 US-Dollar für den Hafen und 30 Dollar für eine Boje….). So ankerten wir direkt vor der Stadt im Sand neben Markus und Gaby’s Segelboot KISU.

Am nächsten  waren wir mit Markus und Gaby an einem der bekanntesten  Orte auf den BVI‘s “ The Baths „. Bilder von dort findet man überall , weil die Steine wie auf den Seychellen aussehen. Wir ließen das Dinghy an einer  Boje und schwammen die letzten Meter zum Sandstrand: türkisfarbenes Wasser, runde Felsen, Höhlen und ein Weg, der zwischen den Felsen verläuft. Am Mittag aßen wir in einem Restaurant, welches auf einem kleinen Hügel stand und von wo wir einen wundervollen Ausblick hatten. Dann ging’s wieder zurück zum Dinhgy und eine Bucht weiter zum Schnorcheln.

Am nächsten Tag fuhren wir auf die Nordseite  von Virgin Gorda, in den Gorda Sound, weil wir mit 3 anderen Segelbooten abgemacht hatten: Yuana, Kisu und Triton.  Wir ankerten vor Leverick Bay Harbour. Es gibt nur noch einen Yachthafen im Gorda-Sound. Alle anderen sind immer noch zerstört. Daher ist er der Treffpunkt für viele Segelboote.  Das Restaurant und das Hotel sowie die Pontons wurden repariert, aber auch hier sind die Schäden durch den Hurrikan offensichtlich. Die meisten Häuser haben weder ein Dach noch ein Fenster. Am Abend gab’s noch ein Unterhaltungsprogramm  von einem „Piratenmusiker“  so richtig amerikanisch für Amerikaner. Eigentlich hat es mehr Spaß gemacht, den Amerikanern zuzusehen, als dem Künstler.

Dann segelten wir nach Anegada, einer fast flachen Koralleninsel. Das Wasser rund um die Insel hat die Farbe eines Swimmingpools. Einige Hotels und Restaurants  wurden schon repariert und sind wieder geöffnet. Die Preise sind horrend… ein kleines Bier 6$!  Mit Markus, Gaby, Ralf und Cosima nahmen wir ein Taxi für eine Inseltour die Insel. Die Hauptattraktionen sind die Flamingos, Leguane, Korallen im Norden der Insel und der internationale Flughafen (50 Flugzeuge pro Monat in der Hauptsaison….). Der Ankerplatz vor Anegada ist voll im Wind und ist schlecht vor den Wellen durch das Riff geschützt, so dass wir nur 2 Nächte dort verbrachten.

Dann gingen wir nach Little Harbour, auf Peter Island wo wir wieder ankerten. Wir waren nur 6 Segelboote (einschließlich KISU und uns) an diesem herrlichen Ankerplatz.  Hier ist das Wasser ziemlich tief, aber es gibt fast keine Welle oder Wind. Nur Strömungen, die vela dare dazu bringen, sich um ihren eigenen Anker zu drehen. Wir konnten direkt vom Boot aus schnorcheln und das Wasser war so klar, dass wir den Boden 7 Meter unter uns gut  sehen konnten. Zwischen dem Schnorcheln und dem Aperitif mit Markus und Gaby stellte Willi eine Verbindung zwischen unserem Wassermacher  und unserem Wassertank her. So kann das Wasser direkt in Tank fliessen und muss nicht mit Flaschen eingefüllt werden. Außerdem tauchten Markus und Willi, um die Anode unseres Saildrives zu prüfen. Diese sollte noch 2 Monate halten, bevor wir vela dare aus dem Wasser nehmen, um den  Rumpf neu zu mahlen.

Markus und Gaby werden für  Hurrikansaison nach Grenada segeln und wir in den USA. So war es wiedermal an der Zeit Abschied zu nehmen. Wir segelten ein Insel weiter nach Norman Island. Dort schnorchelten wir in kleinen Höhlen (nicht so spektakulär wie in der Beschreibung des Führers). Dann suchten wir eine gut geschützte Bucht mit Platz zum Ankern. In den meisten Buchten gibt es so viele Bojen, dass man nicht mehr ankern kann. Momentan sind die Bojen meistens leer, aber wir wollen keine 30 bis 35 Dollar für eine Boje zahlen, von der wir nicht einmal sicher sind, dass sie gut verankert sind und halten….

Schließlich sind wir zum Benures Bay Creek gefahren. Dort diskutierten wir mit Matt und Joe von dem  Segelboot Stardust, wegen der Überfahrt in die USA. Sie gaben uns viele gute Ratschläge. Ich finde diese Bucht absolut großartig, obwohl viele Bäume entwurzelt wurden und die Insel eher braun/grau ist. Ich liebe es zu sehen, wie sich die Farbe des Wassers je nach Sonnenschein ändert, es wechselt von smaragdgrün zu türkisblau…. Matt und Joe, die schon letztes Jahr hierher gekommen waren, erzählten uns, dass die Korallen vom Hurrikan abgerissen wurden und es leider nur noch eine Schildkröte gibt. Vor dem Hurrikan gab es sehr viele. Es wird Jahre dauern, bis die Natur erholt hat, alle Hotels und andere Infrastrukturen wieder aufgebaut sind. Das Leben ist schwer für die Bewohner, weil es nur wenige Touristen gibt. Die die konnten sie vorläufig weggezogen. Kreuzfahrtschiffe halten nur in wenigen Städten und vor allem, die meisten Charterboote wurden auf andere Inseln verlagert. Für uns war es die Gelegenheit diese Inseln und vor allem die Buchten in aller Ruhe mit wenigen Booten zu sehen und zu geniessen.

2 Gedanken zu “British Virgin Islands

  1. Wow, das sieht toll aus!! Viele liebe Grüsse Grüsse von Christoph und Hansueli aus dem KV- Pausenraum 🙂 …Wochend-Kulturenproduktion wegen Auffahrt!

    • Hello
      Schon von euch zu hören. Ich habe voll übersehen, dass es jetzt Auffahrt ist… Tja, wir waren eher mit Behörden, Ankerprobleme, Suche nach Früchte und Gemüse (unser Pantry ist leer und man darf nichts importieren…) und Suche nach eine für USA gültige Telefonkarte beschäftigt.
      Sonnige Grüsse aus St Thomas
      Magali

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