Rangiroa Ost

Rangiroa Ost, Rangiroa Ost

Wieder einmal macht der Wind, was er will und nicht, was wir wollen. Wir bleiben länger als erwartet im östlichen Teil von Rangiroa.


Terua Tetavahi


Da die Wettervorhersage einen Südostwind ankündigte, verließen wir den Ankerplatz in der Nähe von Tiputa Pass, um in den östlichen Teil von Rangiroa zu segeln. Wir sind wieder mit dem Katamaran „Ohana Lomi“ unterwegs. Didier und Anne haben einen neuen Passagier an Bord, ihren Cousin aus Tahiti.

Unser erster Halt in Rangiroa Ost ist vor Terua Tetavahi, etwa 25 Meilen (50km) vom Tiputa-Pass entfernt. Das Wasser ist ein wenig milchig und man kann den Grund nicht sehen, wenn man den Anker wirft. Der Himmel ist leicht bewölkt und in der Nacht gibt es ein paar Regenschauer (siehe Titelbild).


Das berühmteste von Rangiroa Ost: Sables Roses


Wir nutzen ein Mini-Wetterfenster fast ohne Wind, um die Lagune zu überqueren und zu dem Ort zu fahren, der als „Sables roses“ (pinker Sand) oder Motu Rama bekannt ist. Ich nehme einen Platz an der Spitze des Bootes ein, um nach den Bommies (auch Patates oder Cailles oder Korallenblöcke genannt) Ausschau zu halten. Wir erreichen ohne Probleme den Ankerplatz in herrlich klarem Wasser.

Rangiroa Ost, Rangiroa Ost

Es gibt hier einige schöne Sandstrände, was auf den Tuamotus recht selten ist. Allerdings hängt die rosa Farbe wirklich vom Winkel der Sonne ab. Mittags ist das Wasser türkis wie ein Schwimmbad und der Sand eher hellbeige. Gegen 16 Uhr kann man dann eine rosafarbene Tönung auf dem Sand sehen.

Sables Roses, Rangiroa, Tuamotu
Gegen Abend wird der Sand rosa


Ganz in Osten von Rangiroa: Maufano


Wir nehmen Zuflucht in der östlichsten Ecke von Rangiroa. Die Wettervorhersage kündigt 20 bis 30 Knoten Wind aus Südost. Wir motoren vorsichtig, denn dieser Teil des Rangiroa-Atolls ist nicht gut kartografiert. Willi hatte zum Glück alle „Bommies“ von den Google Earth-Karten auf unsere Navionics-Karten übertragen. Also machten wir uns als Scouts auf die ersten Meilen, dicht gefolgt von Oahana Lomi. Im flachen Wasser in der nähe von den Inseln muss man in Zigzag zwischen den „Bommies“ fahren, dort übernimmt Didier die Führung und wir folgen ihnen.

Rangiroa Ostecke, Tuamotu, Franz. Polynesien
wir ankern im flachen Wasser aber noch weit weg vom Land

Wir ankern in weniger als 4 m Wasser, aber wir sind immer noch weit von Land entfernt. Für mehrere hundert Meter gibt es sehr wenig Wasser (blassblau) und wir können nicht näher ans Ufer kommen. Es ist auch nicht möglich, mit dem Beiboot am Strand zu fahren, wenn man nicht will, dass sich der Propeller im Sand dreht. Man muss das Beiboot verlassen und durch das Wasser waten oder das Paddelbrett nehmen…

Rangiroa Ost, Rangiroa Ost
Tölpel


Die ersten Tage ist der Wind noch schwach. Wir nutzen die Gelegenheit, um zu einem Motu (Inselchen) zu fahren, wo viele Vögel nisten. Es gibt wunderschöne rotbeinige Tölpel mit blauen und orangen Schnäbeln. Wir sahen auch Jungvögel mit flauschigem Gefieder und viele Seeschwalben.

Rangiroa Ost, Rangiroa Ost
wie im Aquarium

Auch hier verbringen wir einige Zeit im Wasser. Es gibt einen prächtigen Korallengarten mit vielen Fischen und das Wasser ist kristallklar. Leider hat Willi wieder Ohrschmerzen und kann nicht so oft wie gewünscht mit uns schnorcheln gehen.


Maramu


Nach einem windstillen Tag, an dem wir unser Paddelbrett herausholen, kommt der vorhergesagte Wind. Maramu ist ein Wetterphänomen, das auf den Tuamotus von Mai bis September auftritt. Es handelt sich um einen Ost-Südost-Wind von etwa 25-36 Knoten. Es kann bis zu 3 Wochen dauern.

Rangiroa Ost, Rangiroa Ost
Viel Wind, wir müssen am Bord bleiben


Für uns bedeutet das, dass es zu viele Wellen gibt, als dass wir mit dem Beiboot weit fahren könnten. Also machen wir ein paar kleine Arbeiten und Lagerungen auf dem Boot. Willi hilft Didier, um herauszufinden, warum ihr Generator nicht mehr funktioniert. Leider ohne Erfolg. Anne lädt uns zum Abendessen ein und hat einen tollen saftigen Braten mit Pflaumen gekocht. Wir geniessen ein paar Aperos zusammen …

Die Woche vergeht und endlich geht der Wind ein wenig zurück und können in die Nähe des Passes von Tiputa zurückkehren (siehe einen Artikeln hier über die Rangiroa-Delfine hier).

Jetzt hoffen wir, dass der Wind gut wird so dass wir bald nach Tahiti segeln können.

2 Gedanken zu „Rangiroa Ost

  1. Hallo, wenn ich die Bilder sehe beneide ich euch, Sonne und Meer.
    Bei uns scheint die Sonne diesen Sommer so selten, Regen im Überfluss.
    Geniesst alles und bleibt gesund.
    Liebe Grüße vom Otterbach
    Beatrix mit Familie

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