Vom Marsh Harbour nach Eleuthera

Hope Town, Abacos, Bahamas

Schließlich verbrachten wir etwa zehn Tage im Marsh Harbour, bevor wir nach Eleuthera Island, östlich der Bahamas, aufbrachen.

Marsh Harbour

Beide Dinghy-Motoren

Beide Dinghy-Motoren (rechts, der neue Motor)

Es war nicht die Schönheit von Marsh Harbour, die uns dort aufgehalten hat, sondern die Tatsache, dass es 3 Do it yourself (Baumarkt) gab welche zu Fuss zu erreichen waren. Wir kauften einen neuen Motor für unser Beiboot und mussten eine neue Halterung  an der Reling bauen. Da er 26 kg schwer  ist wollten wir einen kleinen Flaschenzug, um ihn an Bord des Bootes zu heben.  Unser erster Bau war nicht stabil genug, also gingen wir wieder durch die Geschäfte auf der Suche nach zusätzlichen  Bauteilen. Schließlich ließen wir auch ein Teil Halterung aus Edelstahl schweißen.  Und das hat länger gedauert als erwartet. Wir mussten 5 Tage warten bis unser Teil fertig geschweisst war. Ohne Werkstatt auf einem Boot ist es nicht so einfach zu sägen, zu schleifen, zu schrauben und zu lackieren. Aber jetzt ist unser neuer Motor gut befestigt. Wir müssen nur noch ein Platz für den alten Motor finden bis wir es verkaufen können.

Leuchtturm von Hope Town

Hope Town

Während wir darauf warteten, unser Stück zu erhalten, machten wir einen kurzen Besuch in Hope Town. Es ist eine Stadt mit hübschen Häusern, die in Pastelltönen restauriert wurden.  Es gibt auch einen Leuchtturm, auf den wir geklettert sind. Von oben ist die Aussicht herrlich. Die Bewohner installierten Weihnachtsschmuck und zusätzliche Lampen auf der Spitze des Leuchtturms. In einem Kaffee gab frisch gebrühten costaricanischen Kaffee dazu Scones und Muffins. Auch gab es wieder einmal ein super schnelles WIFI, wo wir wieder Bücher und updates für unsere Telefone runterladen konnten.

Hope Town, Abacos, Bahamas

Bucht vor Hope Town, Abacos, Bahamas

Weihnachtsschmuck aus Palmblätter

Weihnachtsschmuck aus Palmblätter

Begegnungen

Nach den verlassenen Buchten der nördlichen Abacos-Inseln trafen wir wieder andere Segler. Zum Beispiel, Kris und Steve, ein amerikanisches Paar, auf einem Aluminium-Segelboot von Garcia. Sie hatten Probleme mit ihrem Motorkühlungssystem und warten immer noch auf ein Ersatzteil im Marsh Harbour. Sie haben ihr Boot vor 15 Monaten gekauft,sind nun am reparieren und verbessen von einigen Sachen und wollen nach Süden fahren. Es lag ausnahmsweise einmal an uns, Ratschläge und Empfehlungen zur Karibik geben zu können.

Wir gingen auch mit Maria und Allen von Lady Jane zum Abendessen und hatten eine lustige und unterhaltsame Zeit. Ich verfolgte ihren Blog „until the butter melt“ auf Facebook seit ein paar Monate.  Sie sind mit der Cornell Odyssey über den Atlantik, von der wir bereits mehrere Boote getroffen hatten. So  haben auch von ihnen Neuigkeiten von den anderen Booten erhalten. Auf deren letzten Blogbeitrag gibt es viele tollen Bilder von Marsh Harbour und Hope Town und wir werden auch erwähnt 🙂

Es gab ein Boot mit deutscher Flagge im Mars Harbour. Also wollten wir schnell mal mit dem dem Dinghy vorbei um Hallo zu sagen und verbrachten schließlich mehrere Stunden auf ihrem Boot. Helga und Jochen haben bereits vor etwa 15 Jahren einen 6-jährigen Sabatical gemacht, um mit einem Segelboot zu reisen. Dann kehrten sie nach Deutschland zurück, um zu arbeiten und ein neues Segelboot (ein Ketsch namens Arcadia) mit dem Traum, in die Karibik und die Bahamas zurückzukehren, umzubauen. Der Wiederaufbau dieses schönen Aluminiumbootes dauerte 10 Jahre und jetzt leben sie ihren Traum. Willi half ihnen, einige Anwendungen auf ihrem PC/Telefon zu installieren und das AIS im UKW-Funkgerät zu konfigurieren dafür haben wir  von ihnen im Gegenzug openCPN Seekarten bekommen.

Royal Island, Eleuthera, Bahamas

Royal Island, Eleuthera, Bahamas

Eleuthera

Wir warteten, wiedermal, bis der Starkwind  vorbei war, bevor wir die nächtliche Überfahrt (80sm) nach Eleuthera machten. Wir ankerten in der Bucht Royal Island Cove und sind am vorgelagerten Riff mit Helga und Jochen schnorcheln und schwimmen gegangen. Das Wasser ist klar und türkisfarben, aber nur 24 Grad, so dass wir nicht sehr lange schwimmen können. So merken wir, dass es Dezember ist und dass die Sonne niedrig steht. Auch das Laden unsere Batterien mit den Solarpanel  ist schwierig und immer öfter müssen wir mit Motor nachhelfen..

Es gab Kaffee und selbstgemachten Apfelkuchen bei uns auf dem Boot, dann einen Apéro  dazu Anekdoten über unsere Reisen und den Bootsbau. Willi war sehr beeindruckt von Jochens Ausführungen zur Elektrolyse und den verschiedenen Möglichkeiten der Elektroinstallation. Endlich mal jemanden, der über dieses Thema reden konnte.

Da wieder Starkwind vorausgesagt wird, werden wir hier in den gut geschützten Bucht ein paar Tage liegen.

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