Richtung George Town

Rocky Dundas Caves

Wir fuhren noch einmal zu den Rocky Dundas Caves zum Schnorcheln. Die Korallen und Fische sind dort wunderschön. Nach einer letzten Nacht in Cambridge Cay setzen wir die Segel nach Süden mit dem Ziel George Town.

Snorkling in Dundas Caves, Exumas, Bahamas

Snorkling in Dundas Caves, Exumas, Bahamas

Arbeiten in Black Point

Unser erster Halt war Black Point. Normalerweise erzählen wir in unserem Segelblog über alle guten Momente des Lebens an Bord. Aber das Leben auf einem Segelboot beinhaltet auch eine ganze Reihe von Aufgaben und weniger angenehme Momente.  In Black Point haben wir die Wäsche gewaschen. Und es gab einen Berg von Wäsche, weil wir seit 7 Wochen keine Gelegenheit hatten, die Wäsche zu waschen. Dann war da noch das „Wasser holen“.  Wir machten 5 Fahrten im Beiboot, um Trinkwasser in Kanistern zu holen, dann übertragen dieses Wasser durch einen Filter in unserem Tank. Dann gab es den Wechsel des Seils an unserem Genua, da der Wind endlich ruhig war. Dazu hob ich Willi wieder an die Spitze des Mastes damit er das Seil mit dem abriebfesten „Seilschoner“ anbringen konnte. So ist das Provisorium mal montiert und wir werden schauen, was wir in Panama oder Jamaika machen können.

Fäkalientank-Pumpe

Fäkalientank-Pumpe

Rohr aus der WC-Anlage

Rohr aus der WC-Anlage

Und schließlich gab noch die Reparatur unserer Toiletten. Das erste Problem war wieder die Fäkalientank-Pumpe. Die drehte sich nicht mehr, weil Haare und Fasern daran haften blieben. Da es oft zuvor demontiert wurde, konnte es relativ schnell repariert werden. Das zweite Problem war die Tatsache, dass das Wasser seit mehrere Wochen nicht mehr gut aus der Toilettenschüssel kam. Und in Black Point, eines Morgens, war es unmöglich, die Toilettenschüssel zu leeren. So haben wir 6 Stunden damit verbracht, alle Leitungen und die Pumpe zu demontieren, zu reinigen und wieder zusammenzubauen. Eindrücklich, was an Kalk und Rückstände sich in der Installation ansammelt. Wir mussten mit einem Hammer auf die Rohre schlagen, um die dicke Schicht zu entfernen. Schließlich war es ein Mini-Rohr, das die Luft evakuiert, der verstopft war und die Pumpe blockierte…. Als Belohnung für diese Arbeit gönnten wir uns eine Pizza im Restaurant.

Black Point, Exumas, Bahamas

Wir hatten auch einen sehr schönen Abend am Strand südlich von Black Point mit den Crews von Music und Bella Vita mit einem Feuer am Strand. Der Strand dort ist wunderschön und öffentlich.

Richtung George Town

Dann ging es weiter nach Süden zum Ruder Cut via Farmer Cut. Es ist immer wieder beeindruckend, durch diese engen Durchgänge (cuts) zwischen den Sandbänken des westlichen Teils der Exumas und  dem tiefen Atlantik im Osten gehen zu müssen. Es ist darauf zu achten, dass die Flut nicht gegen den Wind steht, sonst sind die Wellen zu hoch und es ist nicht mehr möglich, von einer Seite zur anderen zu gelangen. Ich hatte schon letztes Jahr über diese „Cuts“ in diesem Beitrag über die Exumas berichtet.

Die Bucht hinter Ruder Cut wo wir übernachten ist wunderschön, leider ist die Insel privat und man kann nicht zum Strand gehen.

Schließlich hatten wir einen tollen Segeltag mit 35 Meilen, um von Rudder Cay nach George Town zu kommen.

George Town

Es war ein Schock, in George Town anzukommen und die 200 Boote zu sehen, die in den umliegenden Buchten ankern. Im Mai letzten Jahres waren es weit weniger. Es ist aber auch eine tolle Gelegenheit sich mit anderen Seglern zu treffen und zu plaudern.  In George Town trafen wir auch wieder Helga und Jochen aus Arcadia, mit denen wir zwei schöne Abende verbrachten. Einer auf ihrem Boot und einer im Georgetown Yacht Club. Wir trafen auch wieder die Crew von Aqua Vite, eine deutsche Familie, die wir in Granada und Martinique letztes Jahr getroffen hatten. Die Zeit vergeht immer zu schnell, wenn wir uns über die verschiedenen besuchten Länder und die aufgetretenen Abenteuer und Probleme austauschen.

Heute kommen Michèle und Christian aus der Schweiz und werden zwei Wochen bei uns auf vela dare verbringen. Da für Anfang nächster Woche schlechtes Wetter vorhergesagt wird, müssen wir schnell in eine gut geschützte Bucht umziehen. Wir planen zurück nach Cambridge Cay zu segeln. Und da die Wind- und Gezeitenbedingungen am Donnerstag ausreichen, um zu den nördlichen Pässen (Cut) aufzubrechen, planen wir, früh am Morgen aufzubrechen. Wir wollen in einer Etape nach Musha Cay segeln. Also müssen wir für zwei Wochen  Essen für 4 Personen bunkern. Glücklicherweise gibt es in GeorgeTown einen Ponton ganz in der Nähe des Ladens. Also machten wir 3 Ausflüge mit dem Beiboot, um alle Speisen und Getränke an Bord zu bringen. Es gibt nördlich von George Town kaum Möglichkeiten, Vorräte zu beschaffen.  Und der George Town Store ist einer der „billigsten“ in den Exumas, man zahlt nur das 2- bis 3-fache des Schweizer Preises…. Zum Beispiel 4,12 Dollar pro Liter Milch und 1 Dollar für eine Zwiebel und 5 Dollars für ein mini Stück Brokkoli.

Dann machten wir eine weitere Dinghy Fahrt um Benzin zu holen und eine für Trinkwasser. Dies ist auch eine der Gelegenheiten, bei denen wir unseren neuen Beibootsmotor sehr zu schätzen wissen! Wir hoffen nur, dass der Wind nicht stärker wird, sonst werden unsere Gäste und deren Gepäck ganz nass, bis sie am Bord sind…

 

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