Einkauf von Material für den Pazifik

Material Einkauf für unsere Segelreise in der Südsee

Einer der Vorteile von unserem Aufenthalt in der Schweiz sind die Einkaufsmöglichkeiten. Es ist meistens schwierig Segelmaterial in Panama zu finden, und auf den Pazifischen Inseln wird es nicht einfacher werden. Es ist erstaunlich, welches Material wir für einen längeren Aufenthalt auf den Pazifikinseln benötigen.

Panama hat hauptsächlich Beziehungen zu den USA, so dass die Ausrüstung, die dort verkauft wird, hauptsächlich amerikanische Ausrüstung ist. Und dann beginnen die ersten Probleme. Da wir das Boot in der Schweiz gebaut haben, haben wir europäische elektrische Leitung  eingebaut, also 220 Volt und nicht 110. Dann sind alle unsere Schrauben und Rohre im metrischen System und nicht in Zoll.

In Panama funktioniert das Postsystem nicht, also muss alles von privaten Unternehmen wie DHL eingebracht werden. Und vieles kommt gar nicht an…  Amazon in Europa ermöglicht uns schnell viele sehr unterschiedliche Sachen zu bestellen, die wir nicht in den regionalen Laden finden.

Werkzeuge

Werkzeug für unsere Segelreise

Werkzeug für unsere Segelreise

Zwischen Rost, Bruch und Verlust ( das Boot ist normalerweise von Wasser umgeben und selbst wenn wir tauchen, finden wir nicht wieder alles was wir fallen lassen), hatten wir nicht mehr viele Bohrer.  Also  besorgte Willi neue Bohrer in allen Grössen, ein neues Lötkolben (kein Schweissgerät :)) und noch diverse Schrauben.

 

Ersatzteile

Ersatzteile für das Boot

Ersatzteile

Willi hat Ersatzteile für unsere Toilettenanlage gekauft (da normalerweise immer das kaputt geht, wofür man keine Ersatzteile hat, sollte endlich das WC einwandfrei funktionnieren…). Außerdem suchte er lange, bevor er ein Dreiwegeventil fand, das er zwischen unseren Dieseltanks installieren will. Bei Dieselpest  sollten wir damit den schmutzigen Diesel durch einen Filter pumpen können, bevor wir es wieder in den nächsten Tank weiterleiten.

Wir haben auch Wasser- und Diesel-Filter gekauft, die an unsere europäischen Schläuche und Geräte angepasst sind.

 

Material für uns, für Pantry und Cockpit

Zwischen der salzigen Luft und der Sonne verschleisst die Ausrüstung viel schneller als in Europa. Die Kleider und sogar die Bettwäsche bleichen aus und mussten teilweise ersetzt werden. Auch neue TShirt mit UV-Schutz haben wir gekauft, da wir diese beim Snorkeln anziehen um keinen Sonnenbrand zu bekommen. Sogar der Kunsstoff von meiner Brille wurde von der Sonne angegriffen und ich musste neue kaufen.

Einkauf für Pantry und Cockpit

Material für Pantry und Cockpit

Sogar ein von unseren Bambusteller ist gebrochen. Ich wollte das gleiche Modell, damit ich sie auf diejenigen stapeln kann, die wir bereits an Bord haben. Diesen Tellern haben auch ein Rand, was sehr praktisch bei hohen Wellen sein kann.

Dann gibt es noch die Ausrüstung, die wir als Reserve gekauft haben, weil wir denken, dass es schwierig sein wird, sie auf den Inseln zu finden. Also haben wir auch einen Wasserkocher gekauft. Da wir den täglich für den Morgenkaffee verwenden, haben wir ein wenig Angst, dass es bald nicht mehr funktionieren wird. Und Kaffee trinken am morgen gehört zu unseren beliebsten Ritualen.

Ebenso haben wir große Reißverschlüsse gefunden, die wir an unserem Sonnenschutz (Bimini) einsetzen können. Und auch noch ein Duschkopf da unser mit Salz und Sand fast verstopft ist.

Lampen mit USB Stecker

Lampen mit USB Stecker

Nach langer Recherche hat Willi eine Alternative zu unseren Nachttischlampen gefunden. Unsere lassen sich einschalten aber nicht mehr ausschalten, weil der elektrische Teil korrodiert ist. Es gab keine geeignete Ersatz Schalter, so dass Willi  entschied, Lampen mit USB Stecker zu installieren.

und noch viel Kleinkrammfür eine Segelreise in Südsee

und noch viel Kleinkramm

Wir kauften auch eine rote Lampe, die im Cockpit befestigt wird.  So können wir unserem Boot besser sehen/erkennen wenn wir nachts mit dem Dinghy unterwegs sind. Da unsere nur noch 2 Stunden leuchtete konnten wir keine lange Aperos am Strand mehr machen…

Willi plant auch, einem Seil mit schwimmenden Bändern zu basteln, damit er unseren Anker besser heben kann, falls er in sich in einem Wrack oder Felsen im tiefen Wasser stecken bleibt.

Und natürlich gibt es das Medikamenten-Kit, das aktualisiert werden muss. Was wir am meisten benutzt haben: Seekrankheitspillen (Biodramina aus Spanien oder Mer Calme aus Frankreich, die amerikanischen enthalten leider kein Koffein).

Das alles ist nur die günstige Ausrüstung. Die teuren Gegenständen wurden hier noch nicht vorgestellt!

Letztes Jahr hatten wir schon viele Sachen für die Reise gekauft, aber die Erfhrung hat gezeigt, dass noch einiges nützlich sein könnte.

Und ein wichtiges Kapitel ist noch die ganze Literatur über den Segelrevier. Ich hatte schon dort über Lesestoff für den Pazifik berichtet.

10 Gedanken zu „Einkauf von Material für den Pazifik

  1. Hallo guten Morgen,
    Edith hat uns schon berichtet dass die Päckchen die wir angenommen haben für euch sind da ihr etliches bestellt habt. Was man so alles braucht, darüber macht sich der Normalbürger gar keine Gedanken, ungemütlich finde ich dass ihr das alles im Gepäck einmal mitnehmen müsst, auch sicher nicht einfach.
    Wünsche euch weiterhin eine gute Zeit in der Schweiz, vielleicht sehen wir uns nochmal bevor es wieder los geht.
    Liebe Grüße vom Otterbach

    Bea , Günter und Max

    • Guten Morgen
      Vielen Dank, dass wir euch als „Packetempfänger“ missbrauchen können. Das ist ein Nachteil von Amazon, eine Bestellung kommt mit X Paketen an. Aber es kommt an, im Gegendteil zu anderen Ländern. Wir werden sicher ein Übergepäck brauchen um alles zurück zu bringen…
      Wir kommen sicher nochmals nach Otterbach und sehen uns dann.
      Soonnige Grüsse aus der CH
      Magali

  2. Liebe Magali, lieber Willi,
    ich bin mit euren schönen Berichten und Bildern immer dabei und ich freue mich, dass es bei euch immer weitergeht.
    Liebe Grüße aus dem schönen Frankfurt,
    Mathias

    • Hallo Mathias
      Schön von Dir zu hören und dass Du unserem Blog immer noch folgt. Uns geht es gut, ich bin aber gespannt wie das Boot nach so viele Monaten am Land aussehen wird…
      Sonnige Grüsse aus der Schweiz
      Magali

  3. Hallo Magali, du schreibst, Willi kauft ein neues Schweißgerät. Das interessiert mich. Was für ein Gerät benutzt ihr denn für unterwegs?
    Letzte Jahr habe ich mit Ulrich Rehberger über euer Projekt gesprochen. Derzeit baue ich ein ähnliches Boot wie eures, so dass mich das mit dem mobilen Schweißgerät sehr interessiert.
    Viele Grüße Cristofer aus Ingelheim

    • Hallo
      Es ist ein Übersetzungsfehler (sorry, meine Muttersprache ist Französisch und ich benütze DeepL um den französischen Beitrag grob zu übersetzen und dann ergänze/korrigiere ich den deutschen Text und manchmal übersehe ich einige Fehler). Ich glaube ihr sagt Lötkolben dazu… Wir haben kein Schweissgerät am Board, es wäre unmöglich den Gas dazu zu bekommen und wir haben auch nicht so viel Lagerraum.
      Hast Du eine Webseite? Ich würde gerne über euren Fortschritten lesen.
      Viele Grüsse aus der CH
      Magali

    • Hallo Guenther
      Wir fliegen am 09.10. Ich hoffe 1 Koffer und ein Übergepäck werden langen… aber die grössten Teilen werden nicht im „normalen“ Koffer reinpassen 🙁 Was plant ihr, direkt am Boot zu arbeiten und alles einzubauen? Wir möchten zuerst noch nach Südamerika mit dem Backpack resisen und erst ab Mitte November den Antifouling usw. malen.
      Grüsse aus der CH

  4. Guten Tag miteinander
    Als ehemaliger Besitzer eines Stahlschiffes Motiva 43, kenne ich die Arbeiten die für den Unterhalt immer wieder gemacht werden müssen. Um die Roststellen nicht von Hand abklopfen zu müssen, hatte ich mir einen Nagler angeschafft. Needle Scoaler elektric 220V EJC- 32A. Falls ihr an einem solchen Gerät interessiert sein solltet, so wäre dieses günstig zu erwerben. So oder so wünsche ich euch tolle Weiterreisen und allzeit eine Handbreite Wasser unter dem Kiel.
    Freundliche Grüsse
    Ferdy Schärli

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