
Wir verstecken uns hinter der Insel Raiatea und warten darauf, dass der Maramu vorbeizieht.
Nasses Traumleben
Der Maramu ist ein starker Wind aus Süd oder Südost. Denken Sie an den Mistral, starke Windböen über mehrere Tage hinweg. Aber jetzt dauert dieser Maramu schon seit zwei Wochen. Und dann regnet es auch noch. Es ist, als würde man einen Wasserhahn aufdrehen. Und weil wir Angst haben, dass die Windböen unser Bimini zerreißen, haben wir die Seitenteile abgenommen und das ganze Cockpit ist nass. Wir leben also versteckt im Salon des Bootes.
Tahaa, ein unerreichbarer Traum
Willi freute sich auf die Insel Tahaa. Er wollte den Rum probieren, die Vanillehofen besuchen und in den Korallengarten gehen.
Wir hatten beschlossen, Huahine zu verlassen und uns an der Westküste von Tahaa zu begeben. Dort hofften wir uns vor der angekündigte Maramu geschützt zu sein. Die Überfahrt war recht angenehm, das Wetter besser als angekündigt. Als wir jedoch zum Korallengarten segeln wollten, stellten wir fest, dass der Wind und die Wellen die Insel umrundeten. Es war also unmöglich, hier unter guten Bedingungen zu ankern. Also versteckten wir uns hinter der Nachbarinsel Raiatea.
Ankern an der Spitze von Tenape
Im Nord-West von Raiatea, in der Nähe der Werft (CNI) gibt es eine Sandbank, auf der wir ankerten. Da ich mich erkältet hatte, meine Nase lief und ich Kopfschmerzen hatte, verbrachte ich drei Tage damit, mich zu pflegen, ohne das Boot zu verlassen.

Danach mieteten wir ein Auto, um die Insel Raiatea zu umrunden. Wir hatten Glück, denn wir waren immer entweder vor oder nach dem Gewitter. So konnten wir zwei kleine Wanderungen machen. Die erste auf der südlichen Transversale: der Macaranga-Kamm. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf das Faaroa-Tal. Und eine zweite auf dem Hügel über dem Taputapuatea Marae. Dieser Marae ist größer als der, den wir in Huahine gesehen hatten (siehe Artikel über die Spezialitäten von Huahine ). Er wurde 2017 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Es ist der religiöse, intellektuelle, kulturelle und politische Knotenpunkt, der sich im Zentrum des „Polynesischen Dreiecks“ befindet.

Am Abend bekamen wir Besuch von einem Einheimischen mit einem Motorboot, der uns sagte, dass die Regeln es nur erlauben, hier zwei Tage zu ankern. Nun gut, ich war nicht in der Lage, eine entsprechende Regelung zu finden und ich verstehe nicht, inwiefern es stört, auf einer Sandbank fernab von jeglichen Häusern zu ankern. Aber es zeigt einmal mehr, dass Segler von der lokalen Bevölkerung nicht immer sehr geschätzt werden.
Ankern vor dem Motu Toamaro
Wir fuhren also weiter südlich von Raiatea. Wir schafften es, kurz vor einem Regenschauer vor dem Motu Toamaro zu ankern. Und ja, der Maramu ist immer noch sehr präsent und der Regen auch.
Zwischen zwei Wolkenbrüchen schafften wir es, an Land zu gehen. Wir schlenderten die Straße entlang und sahen ein Schild, das „chao pao“ ankündigte. Wir fragten die Verkäuferin, was das sei, und sagten, dass wir auf dem Rückweg welche kaufen würden, um sie zu probieren. Als wir zurückkamen, bot uns die Frau Obst und eine Tüte „Chao Pao“ an. Das sind eine Art gefüllte, gedämpfte Brötchen, ähnlich wie Dampfnudeln. Wir haben die mit Schokolade und Huhn probiert und Willi würde gerne die mit Schweinefleisch probieren. Wir werden also zu die nette Deborah wieder besuchen. Es hat uns nach der Episode vom Vortag sehr gefreut zu sehen, dass Segler hier willkommen sind.
Zum Glück können wir an diesem Ankerplatz bleiben, denn der Wind und der Regen lassen nicht nach und wir sitzen schon seit drei Tagen auf dem Boot fest.
Hallo ihr zwei, es waere schoen wenn wir etwas von dem Regen bekommen könnten, bei uns herrscht eine schlimme Trockenheit.
Haltet gut durch u und bleibt gesund
LG Bea und Günter vom Otterbach
Danke, bleibt ihr auch Gesund.
Viele Grüsse aus Huahine
Magali