
Wir haben Raiatea verlassen und sind zurück zur Insel Huahine. Dieses Mal besuchen wir auch den Osten von Huahine.
Überfahrt nach Huahine
In meinem letzten Artikel (Maramu auf Raiatea) hatte ich beschrieben, was ein Maramu ist (starker Wind aus Ost oder Südost). In Europa herrscht eine Hitzewelle und hier haben wir zu viel Wind und Regen. Wir warteten also, bis der Wind nachließ, um nach Huahine zurück zu motoren. Wir mussten nach Osten segeln, also gegen den vorherrschenden Wind und die Wellen. Für diese Überfahrt hatten wir einen windstillen Tag und die Dünung war hoch, aber die Wellen standen weit auseinander. Daher fuhren wir die gesamte Strecke mit dem Motor. Lang und laut, aber besser, als wenn wir den Wind auf der Nase gehabt hätten… Was für eine Freude, als unsere Freunde Anne und Didier mit ihrem Dinghy zu uns an den Ankerplatz in Fare kamen.
Ankerplatz im Osten von Huahine
Wir verbrachten einige Tage in Fare und Hana Iti (siehe Artikeln über Huahine für die Beschreibung der Ankerplätze von Fare und Hana Iti). Dann begannen die verschiedenen Wettermodelle, unterschiedliche Prognosen über die Stärke und Richtung des Windes zu haben. Das Einzige, worüber sie sich alle einig waren, war, dass es wieder starken Wellengang geben würde.
Didier schlug uns daher vor, einen gut geschützten Ankerplatz im Osten von Huahine anzulaufen. Die Fahrt dorthin war ziemlich anstrengend, gegen die Wellen und den Wind, und wir mussten den Motor voll aufdrehen und die kleine Genua setzen. Aber der Ankerplatz ist wirklich gut geschützt zwischen dem Motu (kleines Insel), der Insel Huahine Iti und den Riffen.

Dort verbrachten wir ein paar Tage auf dem Boot und warteten darauf, dass der Wind und der Regen nachließen. Ich musste die Daunenjacke für die Nacht wieder hervorholen, sowie Socken und sogar eine Jeanshose da die Temperatur stark gesunken war. Dann verließen uns Anne und Didier, um nach Tahiti zurückzukehren.
Jetzt haben wir den Ankerplatz ganz für uns allein. Die Korallen sind nur wenige Meter entfernt. Da ich immer noch erkältet bin, beschlossen wir, statt zu schwimmen, eine Fahrt mit dem Beiboot zu machen. Wir sahen viele Stachelrochen und Leopardenrochen in der Nähe des Riffs.

Dann warteten wir, bis die Boote mit den Touristenausflügen abfuhren, um an ihren kleinen Strand zu gehen. Auf dem Motu gibt es nämlich viele Privatgrundstücke und daher nur wenige Orte, an denen man an Land gehen kann. Sie bauen dort auch die berühmte Wassermelone von Huahine an, die besonders süß ist.